Die letzte Chance

Die letzten Wochen haben wir viel Zeit in unser Filmprojekt investiert. Während dieser Zeit sind wir auf einige neue Erkenntnisse aber auch auf (kleinere) Probleme gestossen. Dieser Eintrag soll also über unseren Arbeitsprozess berichten, sowie auch als Rückblick dienen.

Mit dem Thema „Grenzen“ war das Thema alles andere als eingegrenzt. Wir hatten grosse Mühle mit dem Finden einer Geschichte. Mehr als einmal haben wir all unsere Pläne verworfen und wieder bei Null angefangen. Das Problem lag wohl darin eine möglichst spektakuläre Geschichte erzählen zu wollen. Das Einzige, das wirklich mit dem Thema in Zusammenhang stand, war, dass sich unsere Kreativität in Grenzen hielt.

Schlussendlich mussten wir uns aber doch entschieden und das für eine Geschichte, die uns im Alltag nahe ist und daher nicht unrealistisch scheint. Dafür wollten wir umso mehr in die Planung und die Umsetzung investieren.

Innerhalb der Gruppe haben wir die Aufgaben gut aufgeteilt und uns doch oft ausgetauscht, was den Arbeitsfluss erleichterte. Das Drehbuch war im Vergleich zur Ideensammlung schnell abgeschlossen und bereitete keine Probleme.

Das Storyboard erforderte kreatives Denken. Jedoch kann man im Nachhinein sagen, dass wir diese Arbeit unterschätzt haben. Natürlich haben wir uns zu den Kameraeinstellungen Gedanken gemacht, doch die Bilder haben sich auf wenige beschränkt. Beim Filmen haben wir das Storyboard sicherlich beachtet uns aber auch für Improvisation entschieden, da (wie schon erwähnt) sich die Ideenfindungen schwieriger gestalten haben. Die Überarbeitung des Storyboards würden wir bei einer nächsten Arbeit definitiv in Erwägung ziehen.

Zudem war die Vorgabe, dass der Film rund 4-6 dauern sollte, nicht ganz einfach einzuschätzen. Da wir keine Vergleiche hatten, war es bei der Planung nicht über die Anzahl Shots oder die Länge des Drehbuches zu entscheiden.

Die Terminabgabe forderte uns und mussten daher unsere freien Tage einsetzen , was bei Prüfungsstress und Weihnachtsferien nicht ganz so angenehm war.

Schnell hatten wir die Drehtermine geplant, so dass vor den Ferien die Filmerei abgeschlossen werden konnte. Jedoch war es nicht ganz einfach eine Schauspielerin für unsere Rolle zu finden, da sich die anderen auf ihr eigenes Projekt fokussieren mussten. Zum Glück hat sich dann Aurora zur Verfügung gestellt und wir sind sehr erfreut darüber. An dieser Stelle noch einmal einen grossen Dank an Dich, Aurora!

Der Dreh war alles in allem sehr angenehm und würden sagen, dass das der Teil der Arbeit war, welcher uns am meisten Spass gemacht hat. Wir haben uns in der Rolle der Kamerafrauen versucht und sind eigentlich nicht allzu unzufrieden mit unseren Shots. Verbesserungspotenzial gibt es sicherlich genügend. Das Wackeln der Kamera, die Lichtverhältnisse und der Ton könnte man auf jeden Fall verbessern.

Da wir schon eine Vorstellung von unserem Film hatten und unsere Ideen teilten, war das Konzept des Schneidens klar. Jedoch erforderte dieser Arbeitsschritt ebenfalls viel Zeit, was das Abschliessen unseres Filmes etwas in die Länge zog.

Nun haben wir diesen jedoch fertiggestellt und sind, da wir weder begeisterte Filmer noch Cutter sind, insgesamt zufrieden. Natürlich erkennen wir Verbesserungspunkte, doch unter den gegebenen Umständen, haben wir das für uns Bestmögliche gegeben.

Wir haben nun erfahren wie viel Aufwand hinter einem Kurzfilm steckt und sicherlich Erkenntnisse daraus ziehen können, welche uns bei einem zukünftigen Projekt unterstützen würden.

Nun hier unsere Endprodukte:

  1. Das Drehbuch zu Grenzen
  2. Unser Pitch: „Steffi droht der Kantirauswurf und geht für die letzte Chance an ihre Grenzen, um die entscheidende Note erzielen zu können.“
  3. Das StoryboardSzene I119.jpgSzene II120.jpgSzene III122.jpgSzene IV123.jpgSzene V124.jpgSzene VI118.jpg
  4. Unser Drehplan
  5. Und zum Schluss unser Film

 

 

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Ein Gedanke zu “Die letzte Chance

  1. Ich musste beim Lesen Ihrer Reflexion manchmal schmunzeln, Ihr Drehbuch macht einen soliden Eindruck und das Storyboard finde ich auch gar nicht schlecht – und vor allem süß 🙂 Allerdings machte ich mir aber auch etwas Sorgen um Sie und es blieben Fragen offen. Kurze Zusammenfassung: Kreativität und Unlust waren das Hauptproblem, die Arbeit am Drehbuch fiel Ihnen am leichtesten, beim Storyboard fehlte Ihnen das Vorstellungsvermögen, der Dreh machte Ihnen am meisten Spaß, die Montage kostet Zeit– und eigentlich sind Filmprojekte nicht Ihr Ding. Warum eigentlich nicht? Und bei allen dreien aus den gleichen Gründen?
    Man bekommt den Eindruck, dass es mehrere Gründe gibt: ein Gefühl des Unvermögens (das die Unlust fördert), fachliche Überforderung und der Umstand, dass es halt auch Arbeit ist, besonders die Schlussphase – und in die Ferien ging.
    Das sind eher persönliche Aspekte, die dem Projekt den Anstrich einer Strafaufgabe geben 😉 Haben Sie es so empfunden? Die sachlichen Informationen stehen etwas in deren Schatten: Haben Sie vlt etwas viel Zeit verloren zu Beginn? (Sie hätten mich oder Frau Nauer heranziehen können). Haben Sie auch mal zuhause daran gearbeitet zwischen den ADGM-Lektionen? Welche Aspekte des Projekts (z.B. Story?) oder Szenen finden Sie gelungen oder nicht und wieso? Wie haben Sie bestimmte Probleme gelöst, vlt. auch vergebens, z.B. beim Licht oder Ton? Haben Sie dort etwas gelernt, was Sie anders machen würden, so wie Sie es beim Storyboard schreiben? Und: In welcher Hinsicht würden Sie das Storyboard überarbeiten (Beispiel)?
    Die Zusammensetzung und Dynamik einer Gruppe spielt ja durchaus eine Rolle bei schöpferischen Prozessen, das thematisieren Sie kaum.
    Wenn das ganze Projekt so mühsam für Sie war, wie es hier klingt, tut mir das etwas leid und ich hätte gerne etwas früher davon erfahren, um Ihnen etwas zur Seite zu stehen, Sie etwas aufzuheitern oder abzuspornen 😉 Beim nächsten Mal vlt?

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